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Erinnerungsbibliothek DDR e.V.  
Sammlung und Aufbewahrung von DDR - Biographien
 
 

Bräunig, Werner

Werner Bräunig wurde 1934 in Chemnitz geboren. Nach einer Schlosserlehre arbeitete er in verschiedenen Berufen und schlug sich auch als Gelegenheitsarbeiter in Westdeutschland durch, ehe er in die DDR zurückkehrte und u. a. Im Uranbergbau arbeitete.
Mitte der fünfziger Jahre begann er zu schreiben und galt bald als große Hoffnung der jungen DDR- Literatur. Man ließ ihn, den schreibenden Arbeiter, den Aufruf zur Bitterfelder Konferenz verfassen, dessen Slogan „Greif zur Feder, Kumpel“ berühmt wurde.
Nach einem Studium am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ war er dort Dozent. Dann aber wurde ein Vorabdruck aus dem Roman „Rummelplatz“auf dem berüchtigten 11. Plenum der SED so heftig angegriffen, dass der Roman nicht mehr erscheinen konnte.

1976 starb Werner Bräunig in Halle mit 42 Jahren.
             
 
  Rummelplatz  
     
 

Der Arbeiter-Schriftsteller schrieb einen Gesellschaftsroman, der 1965 in der DDR – als Vorabdruck – wie eine Bombe einschlug und sofort verboten wurde. Noch Jahre nach der Wende wurde er von verschiedenen Verlagen rigoros abgelehnt und erst 2007 vom Aufbau-Verlag unter dem Titel „Rummelplatz“  veröffentlicht. Das Buch gedieh schlagartig zum Bestseller in Ost und West. Obwohl es inzwischen seinen festen Platz in der deutschen Literaturgeschichte gefunden hat, droht dessen früh verstorbenem Autor das Vergessen.

 
     
  Aufbau-Verlag 2007  
  ISBN 978-3-351-03210-4  
  766 Seiten