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Erinnerungsbibliothek DDR e.V.
Sammlung und Aufbewahrung von DDR - Biographien
 
 

Kossuth, Leonhard

Geboren 1923 in Butscha / Kiewer Gebiet. Mutter Ukrainerin, Vater Österreicher. Mit Russisch und Deutsch aufgewachsen. Schulbildung in Wien durch Kriegsbeginn, Kriegsteilnahme abgebrochen. Aus amerikanischer Gefangenschaft der Liebe wegen „Heimkehr“ nach Dessau/Oranienbaum. Nach Erfahrungen als Russisch –Lehrer – Slawistik-Studium in Halle/Saale, unterbrochen für Extern-Abitur. In Halle begannen Poesie-Nachdichtungen, Verlags-Gutachten, erste Publikationen (Majakowski, Gorki), kulturpolitische Aktivitäten („Puschkin“-Klubhaus) – Ehe mit Mit-Studentin Charlotte 1949. Delegiert an Humboldt-Universität Berlin zu „Sonderlehrgang  für wissenschaftlichen Nachwuchs“, Dozent am Literatur-Institut Leipzig. Dissertation wegen Verhaftung der Ehefrau 1957 abgebrochen (Sozialismus-Diskussionen) – Protest-Schreiben bis Ulbricht. Urteil (20 Monate Zuchthaus) wurde 1990 kassiert.
1958 Berufung  als Lektorats-Chef  für Sowjetliteratur. Eigene Herausgaben u.a.: Majakowskis Werke I-V, Jessenin I-III, Okudshawa.

1990 Gründungspräsident des „Kuratoriums zur kulturellen Unterstützung deutscher Minderheiten im Ausland“, gemeinsam mit Ehefrau (1961-1988 Lektorin bei „Aufbau“, Übersetzerin) fünf Roman- Übersetzungen des Tschuktschen Rytcheu.

             
 
 

Ach Väterchen - Meiner Mutter  Prinz

 
  Familiensaga 1850-2010  
     
 

Familiäre Szenen, die das Tor zu unbekannten dramatischen Vorgeschichten öffnen, sich geographisch von Wien bis Archangelsk, von Siebenbürgen bis Odessa, von Kiew bis Aachen, von Hamburg bis Vancouver in Kanada weiten, im Intimsten Revolutionäres und in Umbrüchen Individuelles aufdecken, wie durch Wunder für Jahrzehnte Totgeglaubte wieder finden und in fernen Vorfahren Gesprächspartner über sich wandelnde Zeitläufe einschließlich umstrittener Berliner Gegenwart entdecken – vom Väterchen des Erzählers über seinen Tod hinaus begleitet.

 
     
  Nora- Verlag 2011  
  ISBN 978-3-86557-234-9  
 

375 Seiten

 
 
BArch Bibl.-Sign. 11 B 81
 
             
 
 

Volk und Welt

 
  Autobiographisches Zeugnis von einem legendären Verlag  
     
 

Im Verlag Volk und Welt, einem kürzlich untergegangenen Kulturzentrum der DDR, leitete der Verfasser dieses Buches über dreißig Jahre die Herausgabe von Literatur aus der multinationalen UdSSR. Nicht um Verwaltungsakte oder Bibliographien geht es ihm, sondern um die Verlebendigung der Literatur, um ihre Autoren in Geschichte und Gegenwart, aber auch um die Personen, die auf allen Ebenen seines Verlages Geschichte gemacht haben – Herausgeber und Übersetzer eingeschlossen. Insofern zeugt dieses Buch auch von der Kulturgeschichte der DDR.

 
     
  Nora Verlagsgemeinschaft 2005  
  ISBN 3-935445-64-4  
 

377 Seiten

 
             
 
 

Der Hut flog mir vom Kopfe

 
  Majakowskis Zylinder?  
     
 

Der Hut? – Das war ein Doktorhut, und der Sturm, der ihn vom Kopf des Autors riss, war gesellschaftlicher Natur. Er hat auch zwei Stasi-Offiziere in sein Haus getrieben, und kaum waren sie drin, nahm der eine Ehefrau Charlotte mit – wie sich herausstellte, für zwanzig Monate.
Statt die Dissertation zu beenden, schrieb der Autor nun Briefe: Den ersten an die Bezirks-Partei-Kontroll-Kommission, den vielleicht zwölften an den obersten Chef Walter Ulbricht.
Das zu Silvester 1959 verhängte Urteil von – nach fast zwanzig Monaten Untersuchungshaft zufällig? – zwanzig Monaten wurde vom Obersten Gericht der DDR in einer letzten Amtshandlung liquidiert. Das Dissertations-Fragment aber erscheint nun nach sechzig Jahren in diesem Buch – mit Majakowski-Texten aus des Autors 2neuem Leben“, in dem er einen großen Verlag gewonnen und in der BRD wieder verloren hat.

Als hätte er in dem Sturm vergangener Jahre Majakowskis Zylinder aufgehabt. Nicht umsonst schreibt er ihm, der sich 1030 erschossen hat, 2012 einen Brief. Und neue Stürme sind noch lange nicht vorbei…
 
     
  Nora-Verlag 2012  
  ISBN 978-3-86557-311-7  
  662 Seiten  
             
 
 

Im Anfang war: Granin auf Reisen – Wohin?

 
  Essays und Gespräche  
     
 

Literatur aus den vielen Nationalliteraturen der UdSSR herauszugeben bedeutete, neben der Eigenart des jeweiligen Schöpfers auch ihre Quellen, die Geschichte ihres Volkes zu berücksichtigen. Das spiegeln die in vorliegender Sammlung vorgelegten, als Vor- oder Nachworte, auf der Grundlage von Gesprächen entstandenen Essays zum Schaffen von georgischen, litauischen, kirgisischen, tschuktschischen Autoren – darunter berühmten und erstmalig in deutscher Übersetzung erschienenen wider.

 
     
  Nora-Verlag 2014  
  ISBN 978-2-3-86557-335-3  
  380 Seiten  
             
 
 

… Aber der Wagen, der rollt

 
  Literatur- und Zeitgeschichtliches in hundertzwanzig Rezensionen  
     
 

In Gedenken an Charlotte

Fast 65 Jahre Ehe verbanden den Herausgeber mit Charlotte. Er wirkte über 30 Jahre bei „Volk und Welt“, Charlotte 27 Jahre bei „Aufbau“ - gemeinsam in unzähligen Genres, Nationalliteraturen der UdSSR dienend, Freunde in ihren Republiken gewinnend, zu Gast in Leningrad/Petersburg, Moskau, Almaty, Bischkek, Tbilissi, Jerewan, Baku usw. Für alle Freunde ein offenes Haus in Berlin. Ohne Charlotte gäbe es dieses Buch nicht, obwohl sie es nie mehr sehen wird.
 
     
  Nora Verlagsgemeinschaft 2015  
  ISBN 978-3-86577-383-4  
  609 Seiten