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Erinnerungsbibliothek DDR e.V.
Sammlung und Aufbewahrung von DDR - Biographien
 
  Liebscher, Manfred

Manfred Liebscher wurde 1930 geboren. Er wuchs in der Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges bei seiner Großmutter in einem erzgebirgischen Dorf auf. Mit zwölf Jahren wurde er als Knecht zu einem Bauern in ein Nachbardorf gegeben. Diesem läuft er nach ungerechter Behandlung davon. Später erlernte er den Beruf eines Sattlers. Nach Ende der Lehre arbeitete er in einer Polsterei. Als diese geschlossen wurde, ging er als Bergmann zur Wismut.
Mit 18 Jahren bewarb er sich für den Polizeidienst. Über  die kasernierte Volkspolizei gelangte er zur NVA. Dort stieg er bis zum Oberleutnant auf und arbeitete in einem Wehrkreiskommando. An der Arbeiter-und- Bauern-Fakultät erwarb er die Sonderreife, um Forstwirtschaft studieren zu können. Wegen einer angeborenen Hüftluxation konnte er jedoch die als Grundlage für den Försterberuf benötigte Waldarbeiterausbildung nicht aufnehmen.
1958 warb ihn das Ministerium für Staatssicherheit. Ab 1959 arbeitete er in dessen Untersuchungsabteilung, zuerst in Karl-Marx-Stadt und ab 1960 in Berlin an der Untersuchung von Militärstraftaten. Später wirkte er im NS-Archiv des MfS an der Untersuchung von Nazi – und Kriegsverbrechen. Als dieses Archiv nach der deutschen Wiedervereinigung in das Bundesarchiv in Koblenz überging, wurde er kurzzeitig übernommen.

             
 
  Im Paradies der Erinnerungen  
     
 

Als Rentner begann Liebscher zu schreiben, zunächst nur für die Enkel. Seine Autobiographie ist inzwischen in drei Auflagen erschienen.

 

 
     
  Nora Verlag  
  ISBN 3-935445-78-4