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Erinnerungsbibliothek DDR e.V.
Sammlung und Aufbewahrung von DDR - Biographien
 
 

Sarge Dr., Günther

Günther Sarge wurde 1931 in Guthenfeld/Ostpreußen geboren. Dort Volks- und Mittelschulbesuch. Im Januar Flucht über das Frische Haff, jahrelange Trennung von der Mutter und den Geschwistern. Noch im Krieg und danach in mehreren Heimen für elternlose Kinder.
Vom Herbst 1946 bis Anfang 1949 Landarbeiter im Havelland. Eintritt in die Landespolizei im März 1949. 1950 bereits Offizier, später Lehrer an Offiziersschulen und der VP-Hochschule.
In den Jahren 1954 bis 1962 Militärstaatsanwalt, ab 1959 Leiter der Untersuchungsabteilung. Als Vorsitzender des Militärkollegiums des Obersten Gerichts der DDR fungierte er von 1963 bis 1977, zuletzt mit dem Dienstgrad Generalmajor.
Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst war Dr. Sarge 1. Vizepräsident und ab 1986 Präsident des Obersten Gerichts der DDR. Nach 1990 war er als Rechtsanwalt tätig.
Jurastudium an der Akademie für Staat und Recht, Promotion an der HU Berlin und von 1966 bis 1971 Studium der Gesellschaftswissenschaften.

Dr. Günther Sarge feierte 2012 mit seiner Ehefrau die Diamanten Hochzeit.
             
 
 

Im Dienste des Rechts

 
 

Der oberste Richter der DDR erinnert sich

 
     
 

Günter Sarge gehört zu jener Berufsgruppe, gegen die nach 1990 am häufigsten vorgegangen wurde. Von den etwa 85000 Ermittlungsverfahren gegen einstige DDR-Bürger galten etwa 50000 allein den Juristen. Am Ende wurden 150 von ihnen ve4rurteilt. Sarge war nicht darunter, obgleich sieben  Ermittlungsverfahren gegen ihn anhängig waren.
1993 erfolgte mit einem Pilotprozess in Schwerin der Auftakt zur Verfolgung angeblichen Justizunrechts. Sarge war dort als Zeuge geladen. Diesen Jahrestag nimmt er zum Anlass, über seine Entwicklung vom Landarbeiter zum Präsidenten des Obersten Gerichts der DDR zu berichten.

Er schildert in seiner – durchaus exemplarischen ostdeutschen – Autobiographie auch unbekannte Gerichtsfälle und Prozesse und reflektiert als aufmerksamer Beobachter von Verfahren seit 1990 kritisch die Justiz damals und heute.
 
     
 

edition ost 2013

 
 

ISBN 978-3-360-01844-1

 
 

256 Seiten

 
     
 
BArch Bibl.-Sign. 13 A 520